Folge 22: Lehramt studieren – das ist neu
Shownotes
Lehramt an der Universität Rostock: https://www.uni-rostock.de/studium/studienangebot/lehramt/ Lehramt an der Universität Greifswald: https://www.uni-greifswald.de/studium/vor-dem-studium/lehramt-studieren/ Lehramt an der Hochschule für Musik und Theater Rostock: https://www.hmt-rostock.de/studium/studienangebot/lehramt/ Lehramt an der Hochschule Neubrandenburg: https://www.hs-nb.de/studium-weiterbildung/vor-dem-studium/studienangebot/bachelor-studiengaenge/#c122713
Für Fragen und Feedback schreibt uns: eine Direct Message (auch als Sprachnachricht) an den Instagram-Account studierenmitmeerwert https://www.instagram.com/studierenmitmeerwert/
Habt Ihr Campus Insights für uns, oder wollt uns zeigen, wo ihr uns zuhört, dann markiert uns in einem Beitrag oder in einer Story mit #studierenmitmeerwert oder #campusinsightsmv
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Lena (Studentin)
Man kriegt also mit der Einschreibung ins Studium ganz, ganz oft noch so richtig viele andere Dinge mit, die man dann auch genießen kann.
Katrin
Man kann eigentlich nicht sagen, wir brauchen jetzt eine Reform, sondern eigentlich wird Bildung fortlaufend reformiert. Und das ist jetzt aber ein etwas tieferer Einschnitt, weil tatsächlich sehr intensive Veränderungen vorgenommen worden sind.
Lena (Studentin)
Das Schöne an der Reform ist jetzt eben, dass diese ganzen spaßigen Didaktik-Dinge noch einen größeren Stellenwert bekommen, als sie jetzt schon hatten.
Lena (Moderatorin)
Was sollte ich dann für Interessen oder vielleicht auch für Eigenschaften mitbringen, damit mir sowohl das Studium dann Spaß macht, als auch später der Beruf als Lehrerin?
Lena (Moderatorin)
Hallo und herzlich willkommen beim Podcast „Campus Insights MV – Studieren mit Meerwert”. Wir sind heute mit einer neuen Folge am Start und bei uns geht es um ein Thema, was für alle zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer ganz wichtig ist. Also wenn ihr euch vorstellen könnt, ein Lehramtsstudium zu beginnen oder auch schon mittendrin seid, dann spitzt jetzt die Ohren, denn es geht um eure Zukunft.
Toni
Herzlich willkommen auch von mir. Hier sind Toni und Lena und schön, dass ihr wieder dabei seid. Für alle, die heute zum ersten Mal eingeschaltet haben, wir können euch versprechen, dass ihr hier im Podcast in jeder Folge super viel über die Hochschulen und Universitäten in Mecklenburg-Vorpommern erfahren werdet. Wir verraten euch hier die besten Tipps zum Studienstart und auch zum Jobeinstieg nach dem Studium.
Und wir sprechen mit Studierenden, die ihre Studiengänge vorstellen und mit Dozierenden, die Insights aus der Welt der Forschung mitbringen. Manchmal sprechen wir mit unseren Gästen auch über Festivals, die hier bei uns im Bundesland sind und natürlich die besten Spots am Strand. Also taucht einfach ein und hört auch gerne unsere letzten Folgen an.
Lena (Moderatorin)
Und euer Feedback, Themenwünsche und alles, was euch im Studi-Leben sonst noch so bewegt, könnt ihr uns auch immer ganz einfach mit einer DM an den Account „Studieren mit Meerwert” schicken.
Toni
Alles klein und zusammengeschrieben und mit doppeltem E wie das Meer.
Lena (Moderatorin)
Oder ihr markiert uns einfach in einem Beitrag oder in einer Story mit dem #StudierenmitMeerwert oder mit dem #CampusInsightsMV. Alle Kontaktmöglichkeiten stehen natürlich wie immer auch in den Shownotes.
Toni
So, genug vorgestellt. Jetzt geht es weiter mit dem Thema dieser Folge: Die Reform der Lehrkräftebildung ab dem Wintersemester 2026. Die Reform umfasst ein großes Maßnahmenpaket. Da wurde an vielen Schrauben gedreht und wir wollen das heute alles mal aufdröseln.
Lena (Moderatorin)
Ja, die Reform betrifft alle Hochschulen bei uns hier in MV, an denen ihr Lehramt studieren könnt. Und das ist die Universität Rostock, die Universität Greifswald, die Hochschule Neubrandenburg und die HMT, also die Hochschule für Musik und Theater in Rostock. Und deswegen kommt heute für euch in XXL-Format und als Lehramts-Edition:
Der 30 Sekunden Hood Check
Lena (Moderatorin)
Rostock: An der Universität Rostock könnt ihr Lehramt an Grundschulen oder an regionalen Schulen und Gymnasien oder Lehramt für Sonderpädagogik studieren und das Studium schließt dann mit einem Staatsexamen ab.
Toni
Und dann gibt es noch die Bachelor-und Masterstudiengänge Berufspädagogik und Wirtschaftspädagogik, wenn ihr später lieber an Berufsschulen unterrichten wollt.
Lena (Moderatorin)
Richtig. Und an der HMT Rostock könnt ihr Lehramt für Musik oder Theater studieren.
Toni
Zu diesen ganz besonderen Studiengängen an der HMT haben wir auch schon mal eine Folge mit den Studierenden Janne und David gemacht. Da ging es dann auch um die Eignungsprüfung und darum, wie so ein Theater-Lehramtstudium eigentlich aussieht.
Lena (Moderatorin)
Kommen wir zu Greifswald. Hier könnt ihr auch Lehramt als Staatsexamenstudiengänge studieren, Lehramt an Grundschulen oder an regionalen Schulen und Gymnasien.
Toni
Die Wahl der Schulform ist übrigens auch von der Reform betroffen. Dazu gibt es aber später mehr.
Lena (Moderatorin)
Genau. Und die Fächerauswahl an der Universität Greifswald ist riesig. Also wenn ihr euch zum Beispiel für die höheren Klassen, also Sekundarstufe Eins und Zwei, interessiert, dann könnt ihr Fächer wie Deutsch, Mathematik und Geschichte, aber auch Polnisch oder Niederdeutsch wählen.
Toni
Weiter geht es mit Neubrandenburg. An der Hochschule Neubrandenburg könnt ihr Berufspädagogik, also Lehramt an beruflichen Schulen, studieren. Das geht im Bereich Gesundheit und Pflege oder mit dem Erstfach Sozialpädagogik.
Lena (Moderatorin)
Ja, und wenn ihr euch für Sozialpädagogik entscheidet, dann könnt ihr bei dem Zweitfach auch Gesundheit und Pflege oder ein allgemeinbildendes Fach wie zum Beispiel Deutsch, Mathe oder Englisch an der Universität Rostock wählen.
Toni
Wenn euch das jetzt so schnell ging, könnt ihr auch auf den Seiten der Hochschulen vorbeischauen. Die verlinken wir euch natürlich in den Shownotes. Dazu auch gleich ein kleiner Service-Hinweis von uns für euch: Wenn ihr ein Lehramtsstudium in MV beginnen wollt, dann könnt ihr euch schon mal den 1. Juni bis 15. Juli in den Kalender eintragen. Das ist nämlich die Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2026/2027. Das beginnt nämlich schon im Oktober.
Lena (Moderatorin)
Ja, und du hast es ja vorhin schon kurz erwähnt: Die Reform der Lehrkräftebildung, die betrifft ja unter anderem die Wahl der Schulform, an der ihr dann später unterrichtet. Und wie genau und was sich sonst noch alles ändert, das erklärt uns heute Katrin Bartel. Sie ist Expertin für die Lehrkräftebildung hier in Mecklenburg-Vorpommern. Herzlich willkommen Katrin, schön, dass du da bist.
Katrin
Herzlichen Dank, dass ihr mich eingeladen habt.
Toni
Und wir haben uns noch jemanden dazu geholt. Lena Lemke ist Lehramtsstudentin an der Universität Rostock und kann uns quasi live vom Campus berichten, was die Reform der Lehrkräftebildung für Studierende bedeutet. Hallo Lena, schön, dass du dabei bist.
Lena (Studentin)
Hallo, danke, dass ich da sein darf.
Lena (Moderatorin)
Wir starten den Podcast immer damit, unsere Gästinnen und Gäste vorzustellen und auch bei euch haben wir mal geschaut, was das Internet so über euch weiß und über euch sagt. Ja, und wir starten mal mit dir, Katrin. Wir haben herausgefunden, dass du Lehramt studiert hast, und zwar auf Gymnasium für Musik und Geschichte in Berlin und in Rostock und in Salzburg.
Katrin
Ja.
Lena (Moderatorin)
Und dann haben wir noch herausgefunden, dass du an der HMT in Rostock als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Musik gearbeitet hast, dass du an einem Gymnasium in Güstrow, das ist auch in der MV, unterrichtet hast, dass du dann die didaktische Leitung hattest an einer Grundschule in Rostock und dass du seit 2008 den Bereich Lehrkräftebildung am Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung an der Uni Rostock leitest.
Katrin
Das ist ziemlich richtig. Nur die didaktische Leitung hatte ich in Laage. Ja, das ist aber auch nicht so dramatisch. Auch Rostock hätte ich gerne gemacht. Also ich war einfach an vielen verschiedenen Schulen.
Toni
Und was machst du jetzt, wenn du gerade nicht über Bildung nachdenkst?
Katrin
Oh, das ist eine sehr gute Frage. Also im Moment läuft ja gerade alles auf Hochtouren, weil die Reform ja sozusagen uns alle fordert, überall, auf allen Ebenen. Und in meiner Freizeit bin ich sehr gerne tatsächlich mit Freunden unterwegs. Das lasse ich mal so stehen. Und dann stricke ich auch noch sehr gerne und habe eine große Familie und mache sehr viel Sport.
Lena (Moderatorin)
Lena, du bist die nächste. Wir haben bei dir auch mal recherchiert. Und zwar haben wir über dich herausgefunden, dass du Gymnasiales Lehramt studierst, und zwar mit den Fächern Geschichte und Sozialkunde und im Beifach Englisch, auch an der Universität Rostock, und dass du außerdem studentische Prorektorin bist. Kannst du uns mal erklären, was das eigentlich bedeutet?
Lena (Studentin)
Ja, das klingt erst mal vielleicht ein bisschen schwer verständlich, was genau sich dahinter verbirgt. So ganz grob übersetzt ist es: Ich bin ein studentisches Mitglied und auch die studentische Perspektive in der Hochschulleitung. Uni Rostock ist nicht die einzige, sowohl bundesweit als auch in MV, die das hat, dass ein studentisches Mitglied in der Hochschulleitung sitzt. Das wird auch glücklicherweise immer mehr. Das ist wirklich eine coole Sache, um eben diese Perspektive auch in dieses Gremium mit reinzubringen und sicherzustellen, dass bei den Entscheidungen, die da getroffen werden, auch ein spezifischer Mensch aus der Studierendenschaft, aber auch die Stimmen der Studierendenschaft im Allgemeinen, mit beteiligt sind. Genau, ich arbeite mit Menschen im Rektoratsteam zusammen. Es macht sehr viel Spaß und man kriegt da sehr viel mit, unter anderem auch über die Lehramtsreform.
Lena (Moderatorin)
Ja, das ist sehr praktisch für uns heute, dass du da bist. Genau, du warst da vor Geschäftsführerin des AStA, also des Allgemeinen Studierendenausschusses. Und wir haben auch herausgefunden, dass du selbst Katzen hast und dass du Kaffee und Sprachwissenschaft magst. Das haben wir auch noch herausgefunden.
Lena (Studentin)
Oh, wow. Was es nicht alles für Informationen gibt. Stimmt, stimmt. Ja, doch. Das sind schon wichtige Lebensinhalte für mich.
Toni
Gibt es noch was, was du ergänzen möchtest?
Lena (Studentin)
Ja, ich beschäftige mich ansonsten, wenn ich nicht gerade Dinge mache, die als studentische Prorektorin mich auf verschiedene Gremien-Sitzungen führen oder in verschiedene Themen rein führen, dann arbeite ich gerade an meiner Abschlussarbeit, weil mein Lehramtsstudium sich dann auch jetzt mittlerweile dem Ende neigt. Deswegen bin ich da gerade in einer etwas chaotischen Phase der Themenfindung, aber ich habe gute Unterstützung und ich bin langsam optimistisch, dass ich was gefunden habe.
Toni
Sehr schön. Dann würde ich sagen, wir drücken die Daumen. Und damit starten wir jetzt auch ins Thema und wollen zuerst ganz grundlegend von euch wissen, warum ihr euch beide für das Lehramtsstudium entschieden habt. Und Lena, du bist ja gerade noch am Studieren, wie war das bei dir?
Lena (Studentin)
Also ich bin ganz doll nach meinen Lieblingsfächern gegangen tatsächlich. Ich wusste dann, als irgendwann die zwölfte Klasse vorangeschritten war, als das Abitur vor mir stand, so, welche von meinen Fächern mich besonders interessiert haben. Ich wusste, ich würde gerne was mit Geschichte machen, was mit Politik. Sprachen fand ich auch schon immer sehr interessant und mir hat dann vor allem aber auch der Gedanke gefallen, diese Fächer spezifisch auf Lehramt zu studieren, um sich dann später mit der Vermittlung und mit dieser sozialen Komponente, die man im Lehrberuf hat, beschäftigen zu können. Ich hatte immer so das Gefühl, die Fächer sind so schön lebendig, wenn man sie in der Schule unterrichtet, wenn man mit anderen Menschen darüber ins Gespräch kommt und das hat mich immer sehr gereizt und ich fand auch vor allem bei der politischen Bildung, die ja auch dann in Geschichte und in Sozialkunde so ein bisschen immer mit reinspielt oder doll mit reinspielt, da fand ich das auch besonders interessant, dass man da dann auch an die nächsten Generationen bestimmte Dinge weitergibt, weil das so wichtig ist.
Toni
Sehr schön.
Lena (Moderatorin)
Ja, klingt auch gut, dass die Fächer lebendig sind. So sollte es ja irgendwie auch sein dann in der Schule. Katrin, was waren denn deine Gründe, als du gestartet bist?
Katrin
Ja, es gibt ja tatsächlich studienmäßig eine gute Lage: Warum studieren Menschen Lehramt und vor allen Dingen, welches Lehramt suchen sie sich aus? Und ich gehöre zu der Kategorie „Ich wollte nie Lehrer werden oder Lehrerin”. Ihr habt ja herausgekriegt, dass ich Musik studiert habe und ich wollte tatsächlich lange Pianistin werden und dann hat das nicht recht geklappt. Dann wollte ich Opernregisseurin werden, das hat auch nicht geklappt. Dann war ich ein bisschen verzweifelt. Das kennt vielleicht auch der eine oder die andere. Und dann hat meine Lehrerin damals gesagt: „Du, ich glaube, du wärst eine mega Lehrerin”. Und dann habe ich gesagt: „Na gut, dann probiere ich es mal”. Und das war vielleicht einer der besten Tipps, die ich so bekommen habe. Und dann habe ich es studiert und dann auch in der Schule gemerkt, genau das, was Lena eben schon gesagt hat: Es macht einfach sehr viel Spaß, die Interaktion mit den Schüler:innen, die Vermittlung von Inhalten, das lebendige Gestalten, das Miteinander. Ja, und inzwischen ist es für mich auch tatsächlich gesellschaftlich hochrelevant, dieser Job.
Lena (Moderatorin)
Und ihr habt jetzt ja schon ein bisschen beschrieben, wie es sein soll. Du hast ja beschrieben auch so ein bisschen, wie es ist an der Schule. Wenn ich jetzt auch gerade im Abi wäre und so ein bisschen drüber nachdenke: Was soll ich machen? Was kann ich machen? Was will ich machen? Was habt ihr so für Tipps? Was sollte ich dann für Interessen oder vielleicht auch für Eigenschaften mitbringen, damit mir sowohl das Studium dann Spaß macht, als auch später der Beruf als Lehrerin?
Katrin
Also auf jeden Fall sollte ich wirklich Spaß haben im Umgang mit Menschen und die mögen – das hört sich vielleicht selbstverständlich an, ist es aber tatsächlich nicht für jeden – und kommt auch auf meine Klientel an. Also wenn ich Grundschullehrkraft sein möchte, dann muss ich schon gerne mit Kindern arbeiten, eins bis vier, und vielleicht auch manchmal Körperkontakt gut aushalten können, weil die kleinen Kinder sind dann doch sehr körperbetont an manchen Stellen. Wenn ich dann in der Mittelstufe bin, in der Sek. 1, dann wissen wir alle, die Pubertät hat es manchmal in sich und dann brauche ich auch sozusagen gutes Durchhaltevermögen und auch vor allen Dingen Verständnis, Verständnis, Verständnis, was da eigentlich los ist, um die Kinder und Jugendlichen dann trotzdem zu reizen. Macht was. Lasst uns hier zusammen trotzdem Geschichte oder Mathematik machen.
Und wenn ich dann in den Sek. 2-Bereich gehe, dann muss ich natürlich mitbringen auch ein großes Interesse für die Fachinhalte, brauche ich für alle Lehrämter –, aber da noch mal vertiefter, um natürlich dann auch diese wirklich vertieften Fachkenntnisse auch an meine Schülerinnen und Schüler mit Leidenschaft zu geben und mit einer hohen Souveränität. Das wären so die Dinge, die man mitbringen muss. Und für das Studium: Durchhaltevermögen und Geduld braucht man aber auch eigentlich überall im Leben. Neugierde vielleicht noch.
Lena (Moderatorin)
Ja, wichtig. Lena, wie hast du gemerkt, im Studium, das matcht irgendwie? Das passt zu mir?
Lena (Studentin)
Ich würde auch sagen, dass man diese Leidenschaft für die Fächer, die man hat, oder auch für dieses pädagogische Handeln und das pädagogische Miteinander, sage ich mal, wenn man das bei sich selbst spürt an verschiedenen Stellen, dann weiß man, man hat da, glaube ich, eine gute Wahl getroffen. Ich glaube auch, die Leidenschaft, die man für seine Fächer verspürt und für die Dinge, die man dann in den Unterrichtsinhalten aufbereitet, das ist auch eine Sache, die man ganz doll weitergibt in der Interaktion mit Schüler:innen und die ganz doll dazu beitragen, dass es eine sehr angenehme Interaktion miteinander wird und dass man auch wirklich viel Motivation und viel Spaß am Lernen erzeugen kann. Das ist immer sehr schön auch zu sehen, wenn man das Gefühl hat in Praxisphasen, dass man da kleine Momente so langsam schon erreicht. Dann merkt man so, ich komme hier so ein bisschen voran mit meinem Know-how. Und ich finde auch, dass man gut fürs Lehramt geeignet ist, dass man das als Option immer in den Blick nehmen sollte, wenn man bei sich selbst merkt, dass man eine breite Interessenlage hat, einfach weil man eben ja sowieso verschiedene Fächer studiert. Also je nachdem, mit welchem Schwerpunkt man arbeitet, hat man mehr oder weniger verschiedene Fächer, die man sich so aussuchen kann. Aber man hat in jedem Fall auch nochmal ganz unterschiedliche Dinge, die in den Bildungswissenschaften dabei sind. Man blickt in unterschiedliche pädagogische Fachrichtungen rein. Man hat auch ein paar psychologische Inhalte, die total interessant sind. Und wenn man weiß, man hat auch diese Lust auf diese verschiedenen Bereiche, ist ein Lehramtsstudium toll. Gut, meine Fächerkombination Geschichte, Sozialkunde, Englisch, die sind alle relativ dicht beieinander. Geistes-und sozialwissenschaftlich bewegt man sich da viel. Das greift auch alles ineinander über an bestimmten Stellen, aber ich hätte zum Beispiel auch Geschichte und Physik machen können und dann hätte ich so eine sehr einzigartige Kombination im Vergleich mit anderen Studis, die mir das vielleicht auch erlaubt hätte, dann diese doch sehr unterschiedlichen Interessenlagen miteinander in einem Studium zu vereinbaren.
Toni
Ja, sehr schön. Und wenn ich jetzt das so mir angehört habe und ich für mich erkannt habe, Lehramt passt für mich, was sind dann so die nächsten Schritte für mich, die ich gehen muss, bevor ich dann ins Studium starte? Und gibt es so bestimmte Entscheidungen, die man vorher unbedingt treffen muss?
Lena (Studentin)
Ich glaube, eine der wichtigsten Entscheidungen erst mal ist natürlich, dass man sich den Studienort aussucht, dass man auch schaut, was für verschiedene Lehramtsdinge kann ich hier in MV an welcher Hochschule machen, was genau passt zu mir beziehungsweise was genau möchte ich mir näher ansehen. Man hat natürlich auch die ganzen Informationsangebote, die die Hochschulen vorbereiten, die sehr aufwendig auch sind und sehr, sehr gut umfassend Menschen in verschiedene Bereiche an der Hochschule und an verschiedene Erfahrungsmöglichkeiten rein führen, wo man sich Dinge angucken kann. Hochschulinformationstage in die Richtung, da sollte man unbedingt hingehen, weil da kann man schon unheimlich viele so wichtige wir Ansprechpersonen und Materialien und auch mal ein kleines Goodie mitnehmen.
Lena (Moderatorin)
Guter Tipp. Merken wir uns!
Katrin, bei dir war die Entscheidung mit Musik ja irgendwie naheliegend aufgrund deiner eigentlichen Berufswünsche, sage ich mal. Aber das ist ja auch eine Entscheidung, dass ich sagen muss, okay, vielleicht weiß ich, ich will Lehramt machen. Aber woher weißt du denn jetzt, will ich Deutsch oder Englisch oder Physik oder … Wir haben vorhin schon gesagt, an der Uni Greifswald kann man auch Polnisch machen, zum Beispiel. Was ist mit der Entscheidung?
Katrin
Ja, da muss ich noch mal ein kleines bisschen ausholen, weil wir haben ja natürlich auch die berufliche Bildung in Mecklenburg-Vorpommern. Wir haben auch berufliche Fächer, die man sozusagen studieren kann und wir haben natürlich auch die Lehrämter für Sonderpädagogik, sodass ich eine sonderpädagogische Fachrichtung studieren kann. Also ich habe ein ganzes Portfolio von Möglichkeiten und die Frage, die ihr stellt, bezieht sich sozusagen hauptsächlich immer auf die Lehrkräfte, die von fünf bis zwölf unterrichten, weil für die Grundschule haben wir tatsächlich eine Vorgabe.
Wir haben ja verpflichtend Grundschul-Deutsch, Grundschul-Mathe und dann kann man sich aus den restlichen Fächern ein bisschen was heraussuchen. In der Sonderpädagogik haben wir eben die fachlichen Richtungen, die sonderpädagogischen Richtungen, die erst mal … Da muss ich mich entscheiden. Und in der beruflichen Bildung muss ich mich eben für die berufliche Ausrichtung erst mal entscheiden. Und ansonsten für das Zweitfach, wenn ich im allgemeinbildenden Bereich bleibe, da schließe ich mich komplett Lena an. Da guckt man vielleicht ganz gut nach seinen eigenen Interessenlagen und nach seinen Leidenschaften. Und solange ich hier schon arbeite, habe ich immer wieder gehört, man hat meist einen Favoriten, sodass man sagt, das Fach finde ich ganz besonders toll, das hat mir immer Spaß gemacht, aber meistens gibt es kurz danach noch ein zweites und manchmal sogar ein drittes oder viertes Fach, das man eigentlich ganz gut studieren kann. Und dann würde ich immer empfehlen, tatsächlich zu schauen, wie ist denn das Berufsfeld dazu aufgestellt? Also habe ich zum Beispiel die Fächer … Ich bleibe mal bei meinem eigenen Fach Musik. Dann muss ich wissen, ich habe später viele Klassen zu unterrichten, weil das natürlich nur kleine Stundenanzahlen sind und ich habe relativ viel Wechsel in meiner Woche. Wenn ich ein kleines Fach mit einem sogenannten anderen kleinen Fach kopple, habe ich natürlich unglaublich viele Schüler:innen vor mir im Laufe einer Woche. Wenn ich ein Fach studiere wie Deutsch, dann habe ich natürlich viel mehr Stundenumfang. Oder habe ich ein Fach wie Sport, habe ich natürlich eine hohe Belastung auch im Akustikbereich. Alle erinnern sich an die Turnhalle. Natürlich ist es auch unglaublich energetisch und dynamisch im Sportunterricht und wir wissen auch alle, wie viel Freude wir damit auch und wie viel Gesundheit. Aber das würde ich dann tatsächlich in zweiter Linie schauen: Wie ist das Berufswelt? Wie kann ich koppeln?
Toni
Das ist ein sehr guter Tipp. Habe ich vorher noch nicht drüber nachgedacht.
Lena, dann switchen wir jetzt noch mal zum Studi-Leben bei dir. Und zwar ist unsere Frage: Was macht für dich Mecklenburg-Vorpommern so aus? Was geht hier so?
Lena (Studentin)
Hier geht ganz viel was ums Studium erst mal drum herum existiert. Also mir fällt da immer ganz viel ein, was mit Natur tun hat. Also es macht Freude, hier zu studieren, weil man sich in der schönen Umgebung aufhalten kann. Ich bin persönlich total gerne so dicht an der Ostsee, aber auch anderweitig vom Strand und vom Meer abgesehen hat man hier viel Natur, die einem so ein bisschen auch einfach in Erholungspausen den Rücken stärkt, wenn das Studium manchmal herausfordernd wird. Und ich finde auch, hier geht viel, auch besonders im Studi-Leben, viel kulturell, was total cool ist.
Also jeder Hochschulstandort, jede Stadt, die haben hier so ihr eigenes Profil. Hier sind auch ganz viele Studierendenschaften, die sich ganz doll dafür engagieren, dass da kulturell richtig was los ist. Es gibt zum Beispiel in Wismar auch ein Open-Air-Festival, was da von der Studierendenschaft veranstaltet wird, was eine ganz große Sache ist und solche Sachen sind total cool und man merkt, dass einfach, mit wie viel Engagement man so umgeben ist. Hier in Rostock gibt es zum Beispiel auch ein Projekt der Studierendenschaft, das heißt, das Kultur-Ticket. Da kann man so kostenfrei als Studi in ganz viele verschiedene Kulturveranstaltungen gehen, also ins Theater, teilweise auch ins Kino, in die Kunsthalle zur Ausstellung und in ganz, ganz viele andere Sachen. Man kriegt also mit der Einschreibung ins Studium ganz, ganz oft noch so richtig viele andere Dinge mit, die man dann auch genießen kann. Aber das Studium selbst ist natürlich auch cool, weil man auch so viele Auswahlmöglichkeiten hat. Man hat so viele verschiedene Fachbereiche, in die man reingehen kann, die teilweise auch sehr spezialisiert sind, wo man sich richtig gut selbst dann drin spezialisieren kann und wie gesagt, die man auch gut miteinander kombinieren kann. Das finde ich auch cool.
Toni
Jetzt, wo du es gerade erwähnt hast, zum Campus Open Air haben wir auch mal eine Folge aufgenommen mit den Organisator:innen. Das war wirklich spannend, das mal zu hören. Und bevor wir jetzt mit der Reform der Lehrkräftebildung weitermachen, füllen wir ganz schnell unsere Gläser auf und kommen mit frisch geölten Stimmen wieder. Bis gleich.
Ihr wollt mehr wissen über Studium, Land und Leute in Mecklenburg-Vorpommern? Klickt euch auf unsere Website: studieren-mit-meerwert.de
Lena (Moderatorin)
Ja, dann sind wir wieder zurück aus der Pause und wir wollen zum Einstieg mal wissen, diese Reform der Lehrkräftebildung – Wie kam es dazu? Also warum braucht es die jetzt eigentlich? Katrin, kannst du uns das erklären?
Katrin
Ja, gern. Also Gesellschaft bewegt sich ja im Moment sehr intensiv und disruptiv und da muss Bildung natürlich hinterher, Schulbildung hinterher. Da gibt es neue und andere Anforderungen an Lehrkräfte im Umgang mit Schüler:innen, im Umgang mit den Themen, die in den Rahmenplänen stehen.
Aber das ist eigentlich ein fortlaufender Prozess. Man kann eigentlich nicht sagen, wir brauchen jetzt eine Reform, sondern eigentlich wird Bildung fortlaufend reformiert. Und das ist jetzt aber ein etwas tieferer Einschnitt, weil tatsächlich sehr intensive Veränderungen vorgenommen worden sind.
Toni
Dann lasst uns doch jetzt mal Schritt für Schritt durchgehen, was da Neues auf die Studis zukommt. Katrin, da kannst du gerne gleich weitermachen.
Katrin
Ja, dann beginne ich mal vielleicht mit den unterschiedlichen Lehrämtern und wie sich die verändert haben. Wir haben beispielsweise ein neues Lehramt, das heißt Lehramt für Gymnasien, Regionalschulen und Gesamtschulen. Das ist die Möglichkeit, die es nicht so oft gibt in der Bundesrepublik, sich für zwei Schularten gleichzeitig zu qualifizieren. Das heißt, ich muss mich am Anfang des Studiums noch gar nicht entscheiden, wie es sonst immer war: Will ich eigentlich mit Schüler:innen zwischen fünf bis zehn, also zwischen den Klassen fünf bis zehn arbeiten, oder möchte ich bis in die Sekundarstufe Klasse zwölf mit ihnen arbeiten. Sondern das kann ich unterwegs entscheiden. Und das öffnet natürlich ganz andere Möglichkeiten. Damit habe ich viel mehr Schulen, an die ich mich dann auch später bewerben kann, an denen ich arbeiten kann. Und auch meine persönliche Entwicklung kann ich erst mal abwarten und kann sehen, was macht mir besonders viel Freude, auch in dem Praktika, die ja, und das sei nebenbei erwähnt, auch noch mal intensiviert wurden. Also der praktische Aspekt wurde noch mal gestärkt und damit auch die Theorie-Praxis-Verzahnung. Das ist also dieses neue Lehramt. Wir haben auch in der Sonderpädagogik Veränderungen vorgenommen. Wir haben da zwei Lehrämter neu. Das eine konzentriert sich mehr auf die Grundschulstufe, also Klasse eins bis vier, und das zweite konzentriert sich mehr auf die Klassen fünf bis zehn und trägt damit Rechnung den neuen inklusiven Herausforderungen. Also, dass die Schulen einfach mehr Schülerinnen und Schüler haben, die mit eigenen Ideen, mit auch vielleicht der einen oder anderen Schwierigkeit, aber auch mit besonderen Begabungen und Talenten kommen, sodass ich eine viel, viel heterogenere Schülerschaft habe. Und dazu brauche ich eben am besten multiprofessionelle Teams. Aber der Schritt, sozusagen Sonderpädagog:innen zu qualifizieren, auch in diesen oberen Klassen zu arbeiten, was es vorher auch schon so ein bisschen gab, aber jetzt ist es noch klarer, noch differenzierter und noch pointierter, sozusagen in der Ausbildung. Wir haben auch ein bisschen Änderungen in der Grundschule, die sind nicht ganz so signifikant, aber trotzdem ist unser Grundschullehramt in Mecklenburg-Vorpommern natürlich ganz wunderbar strukturiert. Ich hatte es ja kurz schon angedeutet: Grundschul-Deutsch, Grundschul-Mathe verpflichtend und dann kommen weitere Fächer hinzu.
Und neu hier: Wir können einen sonderpädagogischen Schwerpunkt studieren im Grundschullehramt. Genauso gilt es auch für die berufliche Bildung. Auch dort ist die Möglichkeit, jetzt sonderpädagogische Schwerpunkte zu installieren. So, das sind so die großen Strukturen.
Lena (Moderatorin)
Ja, perfekt. Ich habe da direkt schon Frage zu dem, was du am Anfang gesagt hast. Wenn ich jetzt nicht zu Beginn des Studiums schon sage, ich möchte Gymnasium machen oder ich möchte regionale Schule machen, sondern du hast ja gesagt, es geht erst mal beides zusammen und ich entscheide mich dann.
Katrin
Richtig, genau.
Lena (Moderatorin)
Bin ich dann trotzdem, wenn ich dann sage später, ich will ans Gymnasium, bin ich dann trotzdem eine vollwertige Lehrkraft fürs Gymnasium, obwohl ich zuerst beides gemacht habe?
Katrin
Absolut. Das ist völlig richtig.
Lena (Moderatorin)
Das heißt, ich brauche mir keine Sorgen machen, dass ich, nur weil ich beides kann, für eins nicht genug spezialisiert bin. Ich kann dann trotzdem sagen: „Okay, mir gefällt beides, aber ich gehe eher ans Gymnasium und das passt dann auch so für mich.”
Katrin
Ja, genauso ist es. Und ist das nicht großartig? Das ist doch wirklich eine wirklich tolle Möglichkeit jetzt für die Studierenden, für unsere dann späteren Berufsanfänger:innen, dann zu sagen: „Okay, ich habe jetzt ein breiteres Portfolio und ich kann mich dann entscheiden, auch unterwegs.”
Toni
Voll. Das geht auch so ein bisschen einher mit so einem Gedanken, den ich hatte, als ich mein Studium damals angefangen habe. Es war schon da nach der Schule schwer genug für mich, mir eine Platte zu machen, was ich tatsächlich studieren möchte. Und das wäre ja noch mal härter, wenn ich mich für Lehramt entschieden habe, dann direkt entscheiden zu müssen, in welche Richtung ich gehen möchte später. Es ist ja irgendwie ganz cool, dass das quasi noch mal nach hinten versetzt wird und die Chance bietet, erst mal sich zu orientieren. Das ist smart.
Katrin
Und wir wissen eben auch, dass unsere Studierenden in den Praxisphasen ja ganz, ganz relevante Erfahrungen sammeln und auch für sich noch mal ganz massiv in die Reflexion kommen. Ich mache schon mal einen kleinen Spoiler: Praxisphasen sind natürlich auch noch mal neu angeguckt worden. Und das ist so gut, weil ich dann natürlich durch verschiedene Schularten gehen kann. Ich kann reflektieren und mir das überlegen, wohin zieht es mich am Ende.
Toni
Ja, wenn ich jetzt zum Beispiel mich entscheide, in Hannover Lehramt zu studieren, kann ich dann trotzdem ganz normal an einer Schule in MV unterrichten?
Katrin
Jawohl, das ist geregelt. Das ist auf Bundesebene geregelt worden, dass die Abschlüsse gegenseitig anerkannt werden.
Toni
Cool. Ist ja perfekt. Simpel.
Katrin
Simpel, ja genau. Wenn alles so funktioniert. Wir wissen immer, der Teufel steckt dann irgendwann im Detail, aber nein, es ist möglich.
Lena (Moderatorin)
Und wenn wir jetzt noch mal so zum Studienstart zurückgehen. Lena, du hast ja schon gesagt, du bist jetzt am Ende schon so ein bisschen angelangt, du bist das ja alles schon durchlaufen. Aber was ändert sich durch die Reformen für die, die jetzt an die Hochschulen kommen, also für die Erstis, die dann ein Studium beginnen wollen in Mecklenburg-Vorpommern? Zum Beispiel auch im Vergleich mit den Erfahrungen, die du gemacht hast, Lena. Was ist für die neu?
Lena (Studentin)
Also nach wie vor – ich glaube, das wird sich auch nie so ganz ändern – ist es erst mal eine Menge Aufwand, in das Studium reinzukommen und eine Menge Arbeit, aber nicht Arbeit im negativen Sinne, sondern Arbeit, an der man viel lernt, an der man viel wächst und wo man dann auch viele Momente hat, wo man sehr stolz auf sich sein kann. Man hat natürlich erst mal die Frage: Wo genau geht es hin? Also ich sage, ich möchte Lehramt machen. Was genau für ein Lehramt wird das? Welche Hochschule, welche Universität suche ich mir dafür aus? Dann muss man das erst mal alles organisieren, dass man da hinkommt. Und ein Studium zu Beginn, egal ob Lehramt oder nicht, bedeutet auch immer ganz, ganz viel Papierkram. Das wird ein bisschen kompliziert. Wenn man sich das zum ersten Mal ansieht, dann schluckt man so ein bisschen. Ich erinnere mich auch, ich saß dann da vor verschiedenen Formularen, die man ausführen muss, verschiedene Dinge, die man einreichen muss und man denkt sich erst: „Oh Gott, das ist alles ein bisschen unübersichtlich. Bisher haben das meistens eher andere Leute für mich gemacht”, außer man hatte schon mal nach der Schule vor einem Studium vielleicht die Erfahrung, dass man sich ein freiwilliges Jahr oder eine Ausbildung organisiert hat. Aber wenn man direkt aus der Schule kommt, ist man das ja nicht so ganz gewohnt. Und das ist schon gewöhnungsbedürftig, dass man sich so durch diesen Papierkram so ein bisschen durchkämpfen muss, sage ich mal. Aber wie gesagt, das sind Dinge, an denen wächst man. Da merkt man dann auch ganz schnell, ich kann das alles schaffen, ich kann mir das organisieren und dann ist man an der Uni und dann ist man schon mal stolz auf diesen ersten Erfolg. Und das ist exemplarisch dafür, was die ersten Semester an der Uni generell bedeuten. Man hat ganz viele Momente, in denen man dann auf eine ganz neue Art ein bisschen auf sich allein gestellt ist. Man muss sich Dinge organisieren. Man hat aber auch dadurch, dass man diese Eigenverantwortung und diese Selbstständigkeit hat, die von einem auch erwartet wird, hat man auch ganz viel Flexibilität und man ist viel selbstbestimmter, man kann viel mehr gucken, ich passe Dinge an meine Interessenlage an, ich passe Dinge an meinen Tagesablauf an. Also es macht auch sehr viel Spaß. Und was dann natürlich das Gute ist, ist, dass man dabei immer nicht alleine ist. Man hat sowieso seine sozialen Beziehungen, die man schon ins Studium mitbringt, die einen unterstützen, Freundschaften, Familie.
Man findet aber auch neue Freunde an der Uni, Kommilitonen, mit denen man sich austauschen kann, die die gleichen Herausforderungen erleben, weil sie das gleiche Fach studieren, weil sie zum Beispiel auch Lehramt machen. Und man hat natürlich dann auch die ganzen Angebote, die die Hochschulen aufbereiten für einen. Wir haben ganz viele Mitarbeitende an der Universität, an den Hochschulen, deren ganze Existenz davon bestimmt ist, sicherzustellen, dass die Studierenden so gut wie möglich ankommen, so gut wie möglich begleitet werden und gute Informationsangebote, Veranstaltungen, Informationsmaterialien an die Hand bekommen, sich das alles zu organisieren zu können. Und auch die anderen Studierenden setzen sich ganz stark für die Erstsemester ein. Da gibt es vor allem auch dann zum Beispiel die Fachschaftsräte. Die sind genau wie alle anderen auch gerade ganz intensiv am Reformprozess beteiligt und sehen dann auch genau, woran wird hier gerade gearbeitet? Was sind die Probleme, die erkannt wurden, die behoben werden, wo werden Verbesserungspotenziale ausgeschöpft? Wo werden Verbesserungen, die schon angefangen wurden, immer weiter intensiviert und wie können wir den neuen Studis dabei helfen, mit dem klarzukommen und ihre eigenen Wege zu finden.
Lena (Moderatorin)
Ja, voll gut.
Toni
Und ich steige mal ein: Katrin, du hast vorhin schon ein bisschen was gespoilert. Was ändert sich durch die Reform an den Praxisphasen im Lehramtsstudium?
Katrin
Ja, die Praxisphasen sind noch mal genau in den Blick genommen worden. Und zwar geht es darum, wann genau soll Praxis einsetzen? Was ist sinnvoll? Was soll ich kennenlernen? Was soll ich sehen? Von wem werde ich begleitet? Und das hat alles dazu geführt, dass wir jetzt ganz besonders noch mal intensivierte Angebote haben, die auch an allen Standorten in Mecklenburg-Vorpommern relativ früh einsteigen, also im ersten, zweiten Semester, und die in besonderer Form begleitet werden, häufig durch ausgebildete Lehrkräfte, sogenannte Mentor:innen. Wir haben zum Beispiel an der HMT das sogenannte Praxisjahr, bei dem richtig über ein Jahr die Studierenden regelmäßig in die Schulen gehen und dort ihre Erfahrungen sammeln und das dann zusammen reflektieren an der Hochschule. Auch die Greifswalder machen das zum Beispiel so und haben da ein strukturiertes professionelles Unterstützungsangebot installiert und arbeiten auch vor Ort ganz viel mit den regionalen Schulen zusammen. Gleiches gilt für Neubrandenburg.
Da haben wir vor allen Dingen die berufliche Bildung mit verschiedenen Fächern und auch dort werden in den Schulen selber und an den Hochschulen dann Reflexionsangebote unterbreitet. Und die Universität Rostock startet rein mit unseren Schulpädagog:innen, die in einem Beobachtungspraktikum die Studierenden dann begleiten, sowohl während des Praktikums als auch in den Zwischenphasen.
Lena (Moderatorin)
Wie ist es dann, dann hat man diese Praxisphasen und ihr habt ja vorhin auch schon so ein anderes Wort fallen gelassen: „Didaktik” – Lena, was ist „Didaktik? Kannst du das mal erklären?
Lena (Studentin)
Da fühle ich mich ein bisschen zurückversetzt in Prüfungssituation.
Lena (Moderatorin)
Keine Sorge, keine Sorge.
Lena (Studentin)
Also Didaktik, um das mal ganz grob runterzubrechen, ist der Bereich vom Studium, in dem man lernt, wie man die spezifischen Fachinhalte, wie man die gut vermitteln kann. Also jedes Fach hat seine eigene Didaktik. Ich habe dann zum Beispiel in Geschichte die Geschichtsdidaktik, habe ich da Module belegt und in Englisch habe ich dann die englische Didaktik belegt und die funktioniert zum Beispiel als eine Sprachdidaktik auch noch mal deutlich anders als die Geschichtsdidaktik. Das orientiert sich auch immer ganz stark an den Inhalten und an den Gepflogenheiten davon, wie diese Fächer unterrichtet werden. Und es verbindet sozusagen die Fachinhalte, die man studiert, mit den pädagogischen Inhalten, die man im bildungswissenschaftlichen Bereich studiert und verknüpft das und man probiert dann ganz viel auch aus in den Seminaren, zum Beispiel auch, bevor man überhaupt vor Schüler:innen steht: Mit welchen Methoden, mit welchen Materialien, mit welchen Lernformen, Arbeitsformen können wir hier eine Unterrichtsstunde aufbauen, können wir eine Einheit von Unterrichtsstunden aufbauen, um bestimmte Dinge zu vermitteln, um über bestimmte Dinge ins Gespräch zu kommen? Wie schaffen wir das, dass das motivierend ist, dass das Spaß macht, dass das möglichst gut in den Köpfen bleibt? Und die Didaktik-Seminare sind immer ein totales Highlight im Studium, weil man ganz viele Dinge, die man an anderer Stelle schon mal kennengelernt hat, dann in dieser neuen Form noch mal aufarbeiten kann.
Und das Schöne an der Reform ist jetzt eben, dass diese ganzen spaßigen Didaktik-Dinge, die man bisher schon im Studium kennenlernen konnte, wenn man noch mein Lehramt studiert, dass die noch einen größeren Stellenwert bekommen, als sie jetzt schon hatten und dass man deswegen noch mehr Zeit damit verbringen kann, auf der fachlichen Ebene dann auch noch stärker zu werden, weil man sie aus dieser Perspektive betrachtet hat.
Lena (Moderatorin)
Ja, das klingt ja schon mal gut. Ich habe aber noch eine andere Frage. Und zwar habe ich mal gehört, vielleicht ist das aber auch ein Mythos, dass wenn ich jetzt zum Beispiel Physiklehrerin werden möchte, dass ich dann mit den Menschen zusammen in der Vorlesung sitze, die zum Beispiel Physiker oder Physikerin werden wollen, also nicht Lehrer oder Lehrerin, sondern halt wirklich Physikerin. Stimmt das? Also ist es dann immer noch so?
Katrin
Das ist zum Teil so, aber zum Teil gibt es auch ganz eigene Veranstaltungen für Lehramtsstudierende und das wurde jetzt auch noch mal in den Fokus gerückt, dass man da noch mehr Angebote macht, die getrennt voneinander, sowohl die Belange der reinen Studierenden, also die, die eben Physikerin mal werden wollen, beachtet und dann aber auch unsere Lehramtsstudierenden, die natürlich noch mal einen ganz anderen Blick auf das ganz konkrete Berufsfeld Schule und Unterricht haben. Das ist noch mal stärker betont. Das wird es noch intensiver geben, dass da man getrennt voneinander da ist. Aber um da ein bisschen auch Beruhigung reinzubringen, natürlich, wir stellen uns eine Fremdsprache vor: Ich gehe rein, ich studiere, du hattest vorhin gesagt, Polnisch oder Französisch oder Italienisch, dann habe ich natürlich erst mal auch Grundlagenwissen, was ich mir aufbaue und da ist es erst mal ein bisschen egal, in welches Berufsfeld ich starte. Da habe ich vielleicht am Anfang doch Gemeinsamkeiten und kann zusammen mit anderen Studierenden auch sitzen. Aber darauf wurde ein besonderer Fokus gelegt und weil wir ja vorhin schon über Fachdidaktiken gesprochen haben, möchte ich nur kurz noch mal anmerken, dass auch dieses Gesetz noch mal ganz besonders hervorhebt, dass auch die Bildungswissenschaft noch mal gestärkt wurden und in den Bildungswissenschaften – das hatte Lena von auch schon wunderbar erklärt – da stecken psychologische Dinge, schulpädagogische Dinge, allgemeinpädagogische Dinge, sonderpädagogische Elemente. Und da wurde sozusagen der Umfang auch noch mal erhöht, sodass auch dieser Fokus noch mal stark gesetzt wurde in diesem Gesetz.
Toni
Und jetzt für mich noch mal einmal zurück zu den Lehrveranstaltungen, die sich zum Teil geteilt werden, aber auch nicht immer.
Katrin
Ja.
Toni
Bin ich dann jetzt – das ist eine harte Frage – aber bin ich ein schlechterer Lehrer, wenn ich weniger Fachwissen habe?
Katrin
Nein, das ist gar keine harte Frage. Das ist eine genau richtige Frage. Also es ist so, dass ich natürlich, wenn ich in die Forschung gehe und mich vertiefe – bleiben wir bei der Physik –, dann muss ich natürlich absolutes Detailwissen haben. Dann muss ich Methoden erlernen, mit denen ich wissenschaftlich massiv arbeiten kann, dass ich gesellschaftlich relevante Themen in Forschungsfragen umwandeln kann und dazu das Handwerkszeug bekomme. Das ist die eine Variante. Und dann bin ich Lehrkraft und da habe ich ein Fachwissen, das ich benötige um mit Leidenschaft Dinge den Schüler:innen und Jugendlichen beizubringen, die sie brauchen, um physikalische Zusammenhänge zu erfassen, um die Welt mit dem, was sie zusammenhält, für sich sozusagen einzuatmen und da auch ein Gefühl dafür zu kriegen. Und das sind teilweise identische Dinge, aber umso vertiefter es wird, umso stärker es in die jeweilige Berufsrichtung geht, umso unterschiedlicher sind sie. Deswegen würde ich das gar nicht so stark festmachen an Quantitäten, sondern würde wirklich dafür plädieren und werben, das Berufsfeld im Auge zu behalten und dementsprechend sozusagen den Fokus zu setzen. Und nein, ich bin auf keinen Fall ein schlechterer Lehrer, wenn ich quantitativ ein paar weniger Seminare besuche, sondern es kommt auf die Leidenschaft an und das Verständnis für die Zusammenhänge.
Toni
Sehr schön.
Lena (Moderatorin)
Lena, möchtest du dazu noch was ergänzen?
Lena (Studentin)
Ich würde mich da auf jeden Fall ganz doll anschließen. Ich glaube, ja, das mit der Leidenschaft, da sind wir jetzt schon mehrmals drauf zurückgekommen heute. Das ist immer wieder ein ganz wichtiger Punkt, den man vorheben kann und aber auch anschließend an das, was ich schon zur Didaktik gesagt hatte: Man hat im Lehramtsstudium auch, anders als beispielsweise in einem Bachelor-oder Masterstudium, auch noch mal andere Möglichkeiten, die Fachinhalte zu vertiefen und spezifisch das Berufsfeld aufzuarbeiten und genau die Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erlernen, die man dafür braucht, um dann später auch guten und interessanten Unterricht zu gestalten. Das Rezept, was man dafür braucht, das beinhaltet nicht nur, dass man die Fachinhalte an der Hochschule, an der Universität fachwissenschaftlich sich erst mal erschlossen hat, dass man die aufbereitet hat und dass man vielleicht auch einige spezialisierte Dinge kennengelernt hat, sondern auch, dass man weiß: Wie wandel ich die so um, dass sie für das Klassenzimmer geeignet sind, dass sie für Schüler:innen geeignet sind, egal welches Alter die haben, je nachdem. Und aber auch: Wie komme ich an die Informationen ran, die mir vielleicht gerade noch fehlen, für den Aufbau meiner Stunde. Man lernt auch, je nach Fach, je nachdem, wie das dort läuft, ganz viel in der Informationserschließung: Wie recherchiere ich mir weitere Dinge? Weil das ist ja gar kein realistischer Anspruch, dass man im Studium irgendwie so alles durchgeht, was dann nachher im Rahmenplan für das jeweilige Fach drin steht und was man da in seine Unterrichtsstunden einbauen möchte. Unheimlich viele Fächer, die leben ja auch davon, dass man ganz aktuelle Geschehnisse mit einbezieht. Also zum Beispiel bei mir in Sozialkunde, in der politischen Bildung, da will ich natürlich dann über die aktuellen Geschehnisse aus, keine Ahnung, 2035 reden und nicht über die Dinge, die in 2025 passiert sind. Und deswegen hat man auch einfach dann die Möglichkeit, im Lehramtsstudium zu erlernen, wie man auch mit den neuen Dingen Schritt hält. Und das kriegt man dann zum Beispiel auch ganz stark durch die Didaktik und durch die Praxisphasen.
Lena (Moderatorin)
Das finde ich schon mal eine gute Nachricht, dass man quasi ja während des Studiums schon unterrichten lernt, irgendwie habe ich jetzt herausgehört. Gibt es sonst noch was, was wir unbedingt über die Reform wissen sollten?
Katrin
Ja, ich habe da noch was. Und zwar haben wir ganz neu in den Lehrämtern einen sogenannten, das Wort ist nicht so ganz einfach, einen sogenannten Profilbildungsbereich. Aber das haben wir immer mal im Deutschen, dass es komplizierte Begriffe sind für eigentlich ganz schöne Dinge. Also was bedeutet das? Ich kann als Studierende, als Studierende selber mir Veranstaltungen heraussuchen.
Ich kann mich vertiefen zu Themen, die ich selber wichtig und relevant finde. Und da gibt es natürlich so einen kleinen oder auch eigentlich einen ziemlich großen Katalog an Themen von Lehrergesundheit, Demokratiepädagogik, sexualisierte Gewalt an Schulen, BNE und so weiter, der uns auch wiederum gesetzlich vorgegeben wurde. Aber wir können auch genauso natürlich fachwissenschaftlich uns vertiefen an bestimmten Stellen. Und das ist natürlich ganz wunderbar, dass ich also als Studierender jetzt die Chance habe, meine eigenen Schwerpunkte oder die Dinge, die mich besonders kicken, noch mal vertieft auch zu studieren in diesem Bereich.
Toni
Das klingt ultra gut, finde ich.
Lena (Moderatorin)
Und Lena, hast du noch was, was wir unbedingt wissen sollten?
Lena (Studentin)
Ich glaube, wir sind auf alles schon relativ ausführlich eingegangen. Ich finde, weil wir die Praxisphasen jetzt vor kurzer Zeit noch mal erwähnt haben, ich finde das total aufregend, dass die Praxisphasen noch mal in den Fokus genommen wurden, dass da so viel dran gebastelt wurde und dass dieser intensivere Fokus darauf gelegt wird, dass die Studis dabei begleitet werden. Meine Praxisphasen, die ich hatte, die waren auch alle begleitet, die waren auch alle unheimlich lehrreich und da macht man total große Fortschritte. Aber das war auch strukturell für die Personen, die mich da begleitet haben, teilweise schwer, diesen Arbeitsaufwand auch unterzubringen. Und jetzt wird das leichter möglich gemacht und das finde ich total toll. Und allgemein, was auch mit der Praxis zu tun hat, würde ich noch mal sagen, für Menschen, die überlegen, ob sie Lehramt studieren wollen, macht euch bloß nicht so viel Druck, dass ihr irgendwie erwartet, dass ihr das von Anfang an alles irgendwie könnt und versteht. Das ist so ein Beruf, der total doll davon lebt, dass man immer mal wieder an Herausforderungen kommt und dann merkt, wie man die gut bewältigt. Das ist ein total lebendiger Beruf und im Studium, man lernt sozusagen in dieser trockenen Theorie, die natürlich unheimlich wichtig ist, man lernt ganz viel Handwerkszeug. Man, weiß ich nicht, wenn man eine Metapher benutzen will, man kriegt irgendwie den Nagel und den Hammer sozusagen in die Hand und dann geht man begleitet nach und nach immer weiter in die Praxis rein und dann lernt man erst wirklich peu a peu, wie wende ich das alles richtig an, wie verwende ich das auch auf verschiedene Art und Weise an, auch mit auch verschiedenen Zielen, die ich haben kann. Und dann, nach und nach wächst man da so richtig rein.
Man hat, wie ich auch, glaube ich, schon mal am Anfang gesagt habe, so viele kleine Erfolgsmomente an ganz verschiedenen Stellen im Studium. Und bevor man es weiß und bevor man so richtig bewusst darüber nachgedacht hat, sind so ein paar Semester ins Land gegangen. Man hat total viele Fortschritte gemacht. Man steht ganz woanders als noch am Anfang und dann freut man sich darüber.
Toni
Sehr schön. Und Katrin, hast du noch ein Schlusswort für uns?
Katrin
Ja, ich habe sogar zwei für euch.
Lena (Moderatorin)
Perfekt.
Katrin
Das eine ist nämlich tatsächlich dass man auch wirklich wissen muss von Anfang an, dass man am Ende des Studiums ein bisschen was gelernt hat zum Unterrichten, dass man dann aber natürlich noch die zweite Phase hat, den Vorbereitungsdienst, das Referendariat, um dieses Handwerkszeug, Nagel und Hammer, hat Lena gesagt, noch mal wirklich damit den Umgang zu üben, üben, üben, üben, üben, üben, üben, denn der Lehrkräfteberuf ist auch einer, der sehr viel wie so ein Handwerkszeug auch braucht und man muss damit einen Umgang finden. Und das kann ich einerseits theoretisch vorbereiten, muss es dann aber praktisch auch umsetzen und deswegen die Fähigkeiten, die lerne ich dann tatsächlich, die ich brauche, lerne ich dann im Referendariat.
Lena (Moderatorin)
Macht ja auch Sinn, irgendwie.
Katrin
Und jetzt noch mal zum richtigen Schlusswort.
Lena (Moderatorin)
Schlusswort Nummer zwei.
Katrin
Schlusswort Nummer zwei, weil natürlich möchte ich es nicht versäumen, wir haben ja vier lehrerbildende Standorte in Mecklenburg-Vorpommern und alle vier zu bewerben, weil sie sich alle auszeichnen durch ganz herausragende Arbeit, durch engagierte Dozierende und durch den Versuch, mit der jeweiligen Kultur und der Region in Einklang zu kommen und bestimmte Dinge ganz besonders hervorzuheben. Zum Beispiel haben wir in Neubrandenburg die Möglichkeit, in die berufliche Bildung einzusteigen mit einem gekürzten Studium, wenn ich eine bestimmte Ausbildung mitbringe. Das ist ja auch sehr attraktiv. Wir haben an der HMT Rostock, Hochschule für Musik und Theater, haben wir die beiden Fächer Theater und Musik. Und da wird die Möglichkeit eingeräumt, mit einem Doppelfach Musik sozusagen eine völlige Vertiefung zu erreichen, was natürlich die Instrumentalisten wahrscheinlich besonders freuen wird. Und dann haben wir an der Universität Greifswald die Chance, dass dort sehr intensiv in kleineren Gruppen auch studiert werden kann und dadurch der Kontakt auch mit den Dozierenden intensiver ist. Und die Universität Rostock punktet damit, dass dort alle Studiengänge für alle Schularten angeboten werden, mit einem sehr großen Portfolio an Fächern. Lena hat es vorhin schon gesagt, man kann vieles miteinander koppeln. Das bedeutet natürlich, dass man vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle vielleicht mal warten muss, weil sich Veranstaltungen überschneiden. Aber auch das geht die Uni Rostock inzwischen an und bietet da eine Reduzierung der Veranstaltungsüberschneidung an.
Toni
Ja, und das war wirklich ein sehr schöner Überblick zum Schluss. Und damit sagen wir auch vielen Dank an euch beide für die wunderbaren Einblicke ins Lehramtsstudium und dass ihr uns die Reform der Lehrkräftebildung so gut erklärt habt. Und jetzt der echte, richtige, wirkliche Abschluss. Da wollen wir doch noch was von euch wissen. Und zwar: Was sind eure persönlichen Top-Drei-Gründe für ein Studium hier in Mecklenburg-Vorpommern, mit oder ohne Lehramtsbezug. Lena, du kannst gerne starten.
Lena (Studentin)
Ich versuche, das ganz kurz und knackig zu halten. Die Ostsee, die Menschen, einfach generell und was ich ja vorhin auch schon ein bisschen ausführlicher erzählt hatte, die Kultur. Total toll.
Toni
Wunderbar. Sehr fair.
Lena (Moderatorin)
Top! Katrin?
Katrin
Ja, wir haben im Lehramt hier sehr gute Berufsperspektiven, sodass man sehr gut im Anschluss sofort eine Schule finden kann, an der man arbeiten möchte. Wir haben hier eine sehr persönliche Atmosphäre an den Hochschulen, an allen Standorten. Die ist sehr intensiv, es ist dadurch weniger anonym. Hohe Lebensqualität, hat Lena gesagt, und ich würde es hier mit Lea halten. Hier genau bin ich richtig.
Lena (Moderatorin)
Schön, das war wirklich schön!
Toni
Sweet!
Lena (Moderatorin)
Ja, dann vielen Dank noch mal, dass ihr da wart und wir hören uns bestimmt bald wieder und ansonsten ja. Vielen Dank. Ciao!
Katrin
Ganz vielen Dank. Macht’s gut.
Toni
Tschüss.
Lena (Studentin)
Danke schön.
Lena (Moderatorin)
Ich fand, das war eine richtig spannende, aber auch echt vollgepackte Folge und um das Ganze jetzt mal zu sortieren, komm jetzt für euch:
Die drei Main Take-Aways dieser Folge.
Toni
Die flexiblen Einsatzmöglichkeiten: Ihr müsst euch nicht schon vor dem Studium für eine Schulform entscheiden, sondern könnt euch im Studium entscheiden, ob ihr am Gymnasium oder an der regionalen Schule unterrichten wollt.
Lena (Moderatorin)
Zweitens: Strukturierte Anfangsphase. Ihr bekommt von Beginn an genau die Orientierung und Begleitung, die ihr als Erstis braucht.
Toni
Und drittens: Noch besser unterrichten lernen, dank verbesserten Praxisphasen und der Stärkung von Bildungswissenschaften und der Fachdidaktik im Studium.
Lena (Moderatorin)
Ja, das war unsere Zusammenfassung und unsere drei Main Take-Aways und damit sind wir jetzt wirklich am Ende der heutigen Folge angekommen. Und wir hoffen natürlich, ihr konntet ganz viel mitnehmen zum Thema Lehramtsstudium in Mecklenburg-Vorpommern und wisst jetzt auch, was euch mit der Reform alles erwartet. Ja und uns interessiert natürlich auch total, ob euch diese Folge gefallen hat. Also schreibt uns doch gerne eine Nachricht an unseren Instagram-Account „Studieren mit Meerwert”.
Toni
Alles klein und zusammengeschrieben und mit doppeltem E wie das Meer. Wenn ihr mehr über Studienmöglichkeiten und das Studi-Leben in MV erfahren wollt, dann hört einfach in unsere anderen Folgen rein. Die findet ihr überall, wo ihr sonst eure Podcasts hört. Auf Spotify, Deezer oder auch auf unserer Website studieren-mit-meerwert.de.
Lena (Moderatorin)
Ganz viel Spaß beim Hören!
Toni
Ciao.
Lena (Moderatorin)
Tschüss.
Der Podcast Campus Insights MV ist Teil des Projekts „Studieren mit Meerwert”. Eine Kampagne des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Auftrag des Landesmarketings MV.
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